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Geschichte & Heimat

Chronik Delhovens.

Delhovens Geschichte in Jahreszahlen und Ereignissen – eine Chronik, die künftig weiter ergänzt werden kann.

Ortsgeschichte im Überblick

Delhovens Geschichte. Jahr für Jahr.

Diese Chronik des Ortes Delhoven wurde von Heinz Pankalla zusammengestellt. Sie beginnt mit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1274 und führt durch große Entwicklungen ebenso wie durch kleine Begebenheiten des Dorflebens. Die überlieferte Zusammenstellung reicht bis 1974 und macht fast sieben Jahrhunderte Delhovener Ortsgeschichte nachvollziehbar.

1274

erste urkundliche Erwähnung

98

überlieferte Einträge

1974

bis hierhin reicht die überlieferte Zusammenstellung

Chronologie

Delhoven im Lauf der Zeit.

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1274

1274, Januar

Delhoven wird erstmals urkundlich erwähnt. Die Ortschaft liegt am Rande eines versandeten Rheinarmes, dem heutigen Pletschbach.

1657

1657, Mai

In dem Taufbuch der Pfarre St. Michael in Dormagen erscheint erstmals der Familienname Delhoven, auch von Delven oder von Delffen geschrieben.

1706

1706

Der Fronhofverband von Knechtsteden umfaßt Güter in Dormagen, Horrem, Nievenheim und Delhoven. Die Pachtländereien des Klosters Knechtsteden liegen nach einer Aufzählung u.a. auch in Delhoven.

1783

1783, Februar

Bei Schnee und Frost geht der betrunkene Schneider Joan Meurer nach Delven (Delhoven). Die Müdigkeit überkommt ihn, und er legt sich am Delver Sandberg schlafen, dabei erfriert er.

1794

1794, Oktober

Französische Husaren besetzen Dormagen und Zons. Einige Bewohner aus der Gegend helfen ihnen bei der Plünderung des Klosters Knechtsteden.

1794

November

Die Delhovener müssen für die französischen Soldaten Holz aus dem Knechtstedener Busch besorgen. Obwohl schon genug vorhanden ist, hauen die Soldaten in den Gärten des Dorfes alle Eschenbäume ab.

1796

1796

Delhoven wird Teil des Kantons Dormagen im Arrondissement Köln des Departements Roer.

1797

1797, März

Während in Dormagen und auf Kölner Gebiet die Viehseuche fast alle Tiere verenden läßt, bleibt Delhoven davon verschont.

1805

1805, April

Bei einem Feuer im Dorf gehen sieben Häuser in Flammen auf. Da wegen des trockenen Wetters das Wasser aus dem Broich geholt werden muss, gibt es nicht genügend Töpfe zum Sammeln des Wassers.

1813

1813, November

Delhoven erhält wieder Einquartierung. Jetzt sind es Teile der Leibgarde des Königs von Westfalen, die von Düsseldorf kommend sich auf Dormagen, Worringen, Hackenbroich und Delhoven verteilen. Die Stationierung dauert nur einen Tag. Danach ziehen die Soldaten weiter nach Köln.

1816

1816, Juli

Nach dem Deichdurchbruch bei Zons infolge des Hochwassers unterstützen die Delhovener die Zonser Bevölkerung bei der Errichtung eines Dammes, indem sie Arbeiter und Transportmittel stellen.

1825

1825

Nachdem der Kanonikus Winand Kayser dem Dorf ein Grundstück geschenkt hatte, erbaut er darauf die Schule mit Lehrerwohnung in der Mitte der Dorfstraße.

1825

Dezember

Das neue Schulgebäude ist fertiggestellt. Nach seiner Einweihung kann ein geregelter Unterricht stattfinden, der, außer in den Ferien, auch fast nicht unterbrochen werden muss.

1830

1830

Delhoven hat 557 Einwohner, davon 556 Personen katholischen und eine Person evangelischen Glaubens.

1838

1838, Dezember

Der Gemeinderat Dormagen beschließt die Gleichstellung der Schulgelder für die Schulbezirke Dormagen, Hackenbroich und Delhoven und legt die Gehälter der Lehrer von Hackenbroich und Delhoven auf je 200 Taler und je 15 Taler für Brandgeld und 15 Taler für die Beschaffung von Schreibmaterialien fest.

1851

1851, Februar

Die Bevölkerung reicht ihr Gesuch zum Bau einer Kapelle und zur Einstellung eines Geistlichen bei der erzbischöflichen Behörde ein. Diesem wird stattgegeben.

1857

1857, April

Lehrer Johann Jansen legt im Namen der Gemeinde den ersten Stein zum Bau der Kapelle. Nach seinem Sohn Norbert dürfen alle Schulkinder einen Stein ins Fundament legen.

1859

1859

Nachdem Pläne zum Bau einer Mädchenschule schon seit einem Jahr vorliegen, wird in diesem Jahr damit begonnen südwärts neben das ursprüngliche Schulgebäude einen eingeschossigen Schulbau zu errichten, der einen Schulsaal und eine Wohnung für die Lehrerin enthält.

1859

Februar

Die Kapelle wird am Fest der heiligen Apollonia eingeweiht.

1860

1860

Der erste örtliche Pfarrer, Vikar Anton Bach, erhält ein eigenes Pfarrhaus.

1860

Februar

Als erste Lehrerin wird Fräulein Elisabeth Göpfert vom Schulvorstand gewählt und von der königlichen Regierung bestätigt.

1860

April

Der Gemeinderat beschließt, die Lehrerin für ein Jahr zu beschäftigen und zahlt ihr ein Gehalt von 140 Talern. Daneben darf sie unentgeltlich im Schulhaus wohnen, den Garten nutzen und erhält eine Heizungsentschädigung von 10 Talern.

1860

Mai

Vikar Anton Bach liest seine erste Messe in der Kapelle.

1865

1865, September

Delhoven, das bis jetzt zur Pfarrei Hackenbroich gehörte, wird zur Kapellengemeinde erhoben. Sie erhält die Bestätigung und damit ihre Anerkennung durch den preußischen König und kann sich somit von der Mutterpfarrei Hackenbroich abgrenzen.

1875

1875, März

Der Ökonom und Mühlenbesitzer Josef Nicolini wird von der königlichen Regierung zum Lokal-Schulinspektor für Hackenbroich und Delhoven ernannt.

1876

1876, März

Ein Orkan mit bis dahin nicht gekannter Stärke fegt über Delhoven hinweg. Im Tannenbusch werden Tausende der stärksten Bäume entwurzelt.

1880

1880, Frühjahr

Der Delhovener Friedhof wird fertiggestellt. Trotzdem kommt der Pfarrer aus Hackenbroich, um die Toten zu beerdigen.

1880

März

Schulinspektor Nicolini wird seines Amtes enthoben. Nachfolger wird Pfarrer Berx.

1880

Juni

Nachdem es zu keiner Einigung zwischen Delhoven und dem Hackenbroicher Geistlichen über die Gebühr für die Durchführung der Beerdigungen kommt, werden zwei Kinder ohne Beteiligung eines Priesters zu Grabe getragen. Da das Wasser des Delhovener Bruchs sich im Laufe des Sommers bis ins Bett des Pletschbachs zurückzieht, beackern die Delhovener wieder das Bruch.

1881

1881, Mai

Nachdem die Gemeinde Delhoven 26 ha der zwischen Delhoven und der früheren Abtei Knechtsteden gelegenen Fläche als Eigentum erhalten hat und damit gleichzeitig auf das bisherige Weiderecht an dem restlichen Teil verzichtete, wird die Fläche in Parzellen zu 51 a eingeteilt und auf zwölf Jahre für eine Summe von 915 Mark verpachtet. Die Anpächter roden dieses Land und machen es urbar.

1884

1884, Januar

In der Nacht versuchen Diebe in die Wohnung des Rektors Busch einzubrechen. Durch das Eindrücken einer Glasscheibe des Küchenfensters erwacht die Schwester des Rektors und verscheucht die Diebe.

1907

1907, Februar

Delhoven erhält die Genehmigung zur Feier des 40-stündigen Gebetes und zwar an den drei Ostertagen.

1908

1908, Januar

Der Ortsvorsteher des Ortes Delhoven, Herr Steins, feiert sein 25 jähriges Amtsjubiläum. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste überreicht Bürgermeister Wagner aus Dormagen dem Jubilar ein Geschenk der Gemeindevertreter, eine Standuhr. Auch verschiedene Vereine wohnen dem Festakt bei.

1926

1926, August

Die Delhovener Wilhelm Kronenberg, Peter Fischer, Josef Nix und Peter Schneider gründen den Delhovener Schützenverein.

1926

September

Bei der ersten Generalversammlung des Schützenverein besteht der Verein aus 158 Mitgliedern. Peter Schneider wird erster Vorsitzender, Ferdinand Pohl erster Oberst. In diesem Monat findet auch das erste Schützenfest im Dorf statt.

1928

1928/30

Delhoven erhält eine neue Schule.

1945

1945, März

Die Amerikaner rücken, von Hackenbroich kommend, in Delhoven ein. Beim Rückzug der letzten deutschen Truppen kommt es zu keinen größeren Schäden.

1945

April

Die amerikanischen Truppen verlassen das Dorf und marschieren über den Rhein. Weitere Besetzungen gibt es nicht.

1945

August

Die Schule wird durch Pater Burggraf feierlich eingeweiht. Endlich können wieder Kreuze aufgehängt werden. Der Unterricht in den vier Grundschulklassen beginnt. Am Ende des Monats beginnt auch der Unterricht in der Oberklasse wieder.

1946

1946, Juni

Da die Kartoffelkäferplage in diesem Jahr besonders stark ist, suchen jeden Dienstag und Freitag Nachmittag die Schulkinder unter Leitung der Lehrpersonen die Kartoffelfelder des Dorfes nach Schädlingen ab.

1946

August

Delhoven erhält Flüchtlinge zugewiesen. Sie kommen aus Pommern. Dadurch erhöht sich auch die Zahl der Schulkinder.

1947

1947, Januar

Da der Winter sehr hart ist und Brennstoff kaum geliefert wird, versorgen sich die Delhovener mit Holz aus dem nahen Wald. Der Schulunterricht fällt für fünf Tage aus, da keine Heizmöglichkeit besteht.

1947

Mai

Die Kinder der Flüchtlinge und bedürftige Dorfkinder erhalten in der großen Pause einen halben Liter Suppe. Ab und zu erhalten sie auch eine Tafel Schokolade.

1947

Dezember

Die Schulspeise wird an alle Kinder außer den Kindern der Selbstversorger ausgegeben. In der Weihnachtswoche erhalten sämtliche Schulkinder Süßwaren und einen Kakaotrunk.

1948

1948, Februar

Schulrat Joseph Thomae stirbt im Alter von 74 Jahren. Die Delhovener Lehrer nehmen an seiner Beerdigung teil.

1948

August

Beim Schützenfest der St. Hubertus-Schützenbruderschaft wird der Sohn des Bürgermeisters Kessel, Hermann Kessel, Schützenkönig. Da das Schießen mit dem Gewehr noch verboten ist schießt er mit der Armbrust den Vogel von der Stange.

1949

1949, Februar

Die Eheleute Wilhelm Fünger, Dorfstraße, feiern ihre goldene Hochzeit. Die Schulkinder gratulieren mit Liedern und Gedichten.

1949

Juni

Da die Pfarrkirche zu klein geworden ist, ruft Pfarrer Reiners einen Kirchbauverein ins Leben.

1950

1950, Juni

Mit dem ersten Spatenstich beginnt der Erweiterungsbau der Kirche.

1950

August

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung findet die Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau der Kirche statt.

1950

Dezember

Bereits vier Monate nach der Grundsteinlegung kann in der erweiterten Kirche die erste heilige Messe gelesen werden.

1951

1951, Juni

Da die Schulkinder öfter auf das Nachbargrundstück laufen, wird zwischen Schule und Grundstück ein Holzzaun mit Stacheldraht angebracht.

1953

1953, Januar

28 Wohnungen der Siedlung am Tannenbusch werden bezugsfertig.

1953

November

Pfarrer Franz Freistedt wird unter Anteilnahme des ganzen Dorfes in sein Amt eingeführt.

1954

1954, Oktober

In diesem Monat wird mit den Umgestaltungsarbeiten im Innern der Pfarrkirche begonnen.

1955

1955, Juni

Kardinal Joseph Frings besucht die Pfarre, um in der fertiggestellten Kirche das Sakrament der hl. Firmung zu spenden. Nach der Umgestaltung des Kircheninnenraumes sind der alte Bau und der Erweiterungsbau zu einer Einheit verschmolzen. Die Anstriche strahlen in freundlichen Farben. Die plumpe Kanzel, die schwere Empore, die zusammengestückelte Kommunionbank, der alte Beichtstuhl und die uneinheitlichen Bänke wurden durch moderne ersetzt. Die Kirche hat eine Akustikdecke und einen neuen Fußboden. Mensa und Tabernakel in der Kirche sind ebenfalls erneuert.

1956

1956, Januar

Nachdem die Bautätigkeit an der Schule mit der Errichtung einer Pausenhalle und Toilettenanlagen schon im letzten Jahr begonnen hat, erfolgt jetzt der erste Spatenstich zum Schulerweiterungsbau. Das neue Gebäude wird zwei Klassenräume, ein Schulleiterzimmer, ein Lehrerzimmer, einen Lehrmittelraum und einen Werkraum haben.

1956

Juli

Unter Teilnahme der Schüler, Personen des öffentlichen Lebens sowie der Handwerker wird der Richtkranz auf den Erweiterungsbau der Schule gesetzt.

1956

Dezember

Mit einem Gottesdienst und anschließender Feier wird der Schulerweiterungsbau eingeweiht. Nach der Schulfeier mit dazugehörender Besichtigung findet in der Gaststätte Cremer eine Nachfeier statt.

1957

1957, Januar

Der Vorstand der KG Thalia blau weiß trifft sich zur Vorbereitung der Karnevalsfeierlichkeiten. Erstmals soll an Altweiber wieder eine Kurzsitzung mit anschließendem Möhnetreiben stattfinden.

1957

März

Zu dieser Zeit haben Städte und Gemeinde noch ein Plus in ihren Kassen. Das Vermögen der Doppelgemeinde Delhoven/Hackenbroich beträgt 348.663 DM.

1957

April

Langeweile ist wohl der Grund für die Treibjagd mit Luftbüchsen, die einige junge Männer auf Eichhörnchen und Vögel machen. Dabei werden viele Tiere verletzt oder sogar getötet. Der Tambourcorps Blüh auf feiert sein fünftes Stiftungsfest.

1957

Juni

Immer wieder halten sich Autofahrer nicht an die Vorschriften im Tannenbusch. Sie stellen ihre Wagen tief ins Gesträuch und zerstören so die Landschaft. Aus diesem Grund sollen diese Vergehen zur Anzeige gebracht werden.

1957

August

Die neuerrichtete Sportanlage wird unter großer Teilnahme der Bevölkerung eingeweiht und den Sportlern übergeben. Der Festtag beginnt mit dem Hochamt und der Segnung des neuen Platzes durch Pfarrer Freistedt. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste hält der zweite Vorsitzende Rückblick und Ausschau. Nach zahlreichen Fußballspielen der Jugend- und Seniorenabteilung endet das Fest mit dem Sportlerball im Vereinslokal Cremer.

1957

September

Vier Jugendliche des Turnvereins 06 Delhoven erhalten die Möglichkeit, am Zeltlager des Deutschen Turnerbundes im Teutoburger Wald teilzunehmen. Sie werden dort von den anderen Jugendlichen freundlich aufgenommen und entwickeln schnell Freundschaften.

1957

Oktober

Die Delhovener Gemeinschafts-Gefrieranlage wird ihrer Bestimmung übergeben. Sie ist auf dem Grundstück Schwabach in einem großen Raum untergebracht und umfaßt 20 Gefrierschränke. Diese können von Mitgliedern der Kühlanlagen-Gemeinschaft gemietet werden und kosten für 30 Jahre 448 DM Miete, sowie zusätzlich monatlich fünf DM für Energie und Reparatur-Rücklagen. In jeder Truhe findet ein ganzes Schwein, ein Kalb sowie kleinere Gemüsemengen, alles portioniert und verpackt, Platz.

1957

November

Der Gemeinderat stimmt dem Bau einer Turnhalle zu. Die Kosten sollen durch Gemeindebeteiligung und Selbsthilfearbeiten der Delhovener Sportler gedeckt werden. Der Spieß des Delhovener Schützenregiments, Heinrich Blömacher, feiert mit seiner Frau unter Beteiligung des ganzen Dorfes die Goldhochzeit. Nach der Jubeltrauung werden sie im festlichen Zug mit Musik zum Saal Cremer geleitet. Dort tragen Schul- und Kindergartenkinder Gedichte vor und spielen Theater. Die Dorfgemeinschaft schenkt dem Goldhochzeitspaar eine Bettcouch.

1958

1958, Mai

Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihr 50jähriges Jubiläum. Am Samstagabend werden im Saal Lieven Jubilare und Gründungsmitglieder geehrt. Am Sonntag Morgen zelebriert Pfarrer Freistedt in St. Josef ein Festhochamt. Unter Teilnahme von zahlreichen Wehren der umliegenden Orte und der Fahnenabordnung des Bürgerschützenvereins Delhoven, findet am Nachmittag der Festzug durch das Dorf statt.

1959

1959, Februar

Der Rosensonntagszug wird das größte Ereignis im Delhovener Karneval. Struwwelpeter, der Lumpenmann und andere tolle Figuren sind anwesend und gehen im Fußmarsch mit.

1959

April

Die Eulen im Tannenbusch sind gut erzogen. Sie schützen den Wald vor Seuchen oder anderen Schäden, indem sie Ratten und Mäuse fressen. Außerdem kann man durch sie erkennen, welche Sorten Mäuse und Ratten im Wald herumlaufen.

1959

Mai

Das Pfingst-Turnfest für die Turner des SV 06 Delhoven soll an diesem Wochenende in einem riesigem Zelt stattfinden. Als Ehrengäste werden Freunde von der Turngemeinde 1881 Düsseldorf erwartet.

1959

Juni

Maurermeister Heinrich Schillings wird dieser Tage auf einem Baugerüst gesichtet. Er ist gerade 80 Jahre alt geworden, was ihn aber nicht hindert, noch fachgerecht und emsig die Maurerkelle zu schwingen.

1960

1960, August

Bischof Dr. Adolph Marx aus Texas / USA besucht Delhoven. Der hohe amerikanische Würdenträger trifft auf der Durchreise seinen ständigen Vertreter für die europäischen Länder, Ehrendomherr und Diözesanrat Pfarrer Josef Bootz.

1960

Dezember

Der Tierpark im Tannenbusch wird immer größer. Nach der Besetzung der Wildgatter am Forsthaus mit Damwild, soll der Tannenbusch auch ein Anschauungsprojekt für die Schuljugend werden.

1961

1961, März

Im erst vor kurzem eingerichteten Wildgehege am Haus Tannenbusch wird ein Damhirsch von zwei wildernden Hunden zu Tode gehetzt und gerissen. Schon in den letzten beiden Jahren waren eine Ricke und ein Rehbock von den gleichen Hunden gerissen worden.

1961

April

Mit großer Mehrheit wird in der ersten Sitzung des neugewählten Gemeinderates der CDU-Ratsherr Franz Faßbender zum neuen Bürgermeister der Spezialgemeinde gewählt. Er erhält zehn der gültig abgegebenen Stimmen.

1962

1962, März

Auf dem Gelände des nicht mehr bewirtschafteten Blechhofes beginnen die Bauarbeiten für die Ansiedlung von 22 sogenannten Gemüsebauern. Auf diesem Gelände werden Wohn- und Wirtschaftsgebäude für eine neue Art von Kleinbauern errichtet, die jeweils soviel Gelände zugeteilt bekommen, dass ihnen der Aufbau einer Existenz möglich ist.

1962

April

In diesem Monat kommt das erste Mufflonbaby im Wildgehege im Tannenbusch zur Welt.

1962

Mai

Die Einwohner in Dormagen sind wahre Naturfreunde. An einem Sonntag besuchen rund 2000 Besucher den Tannenbusch.

1962

Juni

Der US-Bischof Dr. Adolph Marx aus Corpus Christi in Texas / USA, der bereits im August 1960 dem Delhovener Domherrn einen Besuch abstattete, überrascht den Pfarrherrn Josef Bootz in St. Josef. Pfarrer Josef Bootz soll den US-Bischof zur Eröffnung des Zweiten vatikanischen Konzils nach Rom begleiten.

1962

Oktober

Die Delhovener Schützen sind zufrieden. Seit diesem Monat ist der Bürger- Schützen-Verein im Amtsgericht eingetragen. Nach 36 Jahren dürfen sie jetzt den Vereinsnamen mit dem Zusatz e.V. führen. Darüber hinaus beschließen die Schützen bei der Generalversammlung im Lokal Cremer, im Zuge der Reorganisation ihres Vereinsrechtes, dem Rheinischen Schützenbund beizutreten.

1963

1963, Dezember

Zum erstenmal seit rund zwei Jahrzehnten ist im Heimatgebiet eine Eiserne Hochzeit zu feiern. Dieses seltene Ehejubiläum können die Eheleute Karl und Mathilde Adam begehen, die seit 1950 in Delhoven ansässig sind und nach der Diamanthochzeit im Jahre 1958 nun auch dieses Ehejubiläum in relativer Rüstigkeit erleben.

1964

1964, Februar

Die Eheleute Hermann Esser und Frau, geb. Düren, konnten ihr goldenes Ehejubiläum feiern. Anlaß genug für die Dorfgemeinschaft, dem Jubelpaar festliche Stunden zu bereiten. Immerhin war Goldhochzeiter Hermann Esser bis vor zwei Jahren Ortslandwirt und so mit den Geschicken der Ortschaft Delhoven und ihrer Bürger eng verbunden.

1964

Oktober

Am Wochenende ist ein Rehbock zu Tode gefüttert wurden. Sein Mageneingang wurde durch eine Perlontüte blockiert , die unvernünftige Besucher in sein Gehege geworfen haben.

1965

1965, Februar

Die Dorfstraße in Delhoven wird ausgebaut. Nur durch die Erweiterung der Kanalisation sind die weiteren Wohnungsbauplanungen in Delhoven möglich.

1966

1966, Januar

Der Pfarrer von St. Josef Delhoven, Ehrendomherr und Diözesanrat Pfarrer Josef Bootz, begeht sein Silbernes Priesterjubiläum. Aus diesem Anlass findet ein Festgottesdienst und anschließend ein Gratulationscour im Pfarrhaus statt.

1967

1967, Juni

Die Reitschule in Delhoven, die seit rund einem Jahr besteht, begeistert viele Jugendliche.

1967

Juli

Der Sozialauschuss des Kreises bewilligte für die Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft des Hilfswerkes der Evangelischen Kirchen in Deutschland, zum Bau von 18 Altenwohnungen in Delhoven, ein zinsloses Darlehen von 108 000 DM.

1967

April

Die Delhovener Mitglieder des Reit- und Fahrvereins wollen sich nun unabhängig machen. Damit sie ihrem reitsportlichen Interesse freien Lauf lassen können, bauen sie an die bereits vorhandene und mit Beleuchtung ausgestattete Reitbahn, eine überdachte Reiterzone.

1968

1968, Mai

Die Löschgruppe Delhoven begeht das 60. Stiftungsfest. Die Feuerwehrmänner ehren nicht nur die Mitglieder, sondern zeigen auch den Gästen dieses Festes einige Einsatzmöglichkeiten einer Wehr.

1968

August

Gelbe Regenmäntel sollen Kinder vor dem Regen schützen, so heißt es im Dorf Delhoven. Zum Schulbeginn verteilen die Agrippina Versicherung AG und die ebenfalls zum Agrippina-Konzern gehörende Zentral Krankenversicherung AG im ganzen Gebiet Regenmäntel. Die leuchtend gelbe Farbe soll helfen, die Schüler vor Unfällen zu schützen.

1969

1969, Juni

Das erste Waldkonzert in diesem Jahr findet im Tannenbusch statt. 500 Gäste besuchen das Konzert und vergnügen sich mit der Feuerwehrkapelle und geben begeistert Beifall.

1969

Juli

Nach 44 Jahren im Dienst der Erziehung und Fortbildung wird Hauptlehrer Franz Klingner verabschiedet. Lehrer und Schüler nehmen an der Verabschiedung teil.

1969

Dezember

Der neue Kindergarten in der ehemaligen Schule wird eröffnet. Viel Freude zeigen die Kleinen beim Spiel vor allen Gästen, die sich zur offiziellen Eröffnung eingefunden hatten. Die Kinder spielen, tanzen, singen und zeigen allen anwesenden Gästen, wie gut ihnen der neue Kindergarten gefällt.

1970

1970, Januar

Die Delhovener und Hackenbroicher erhalten zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen eigenen evangelischen Pfarrer. Klaus Neufang wird im Beisein zahlreicher Gäste in sein Amt eingeführt.

1972

1972, März

Der Delhovener Tannenbusch soll ein Streichelgehege erhalten, um Stadtkindern die Beziehung zum Tier zu ermöglichen. Es ist ein Gehege mit Kaninchen, Hasen und Meerschweinchen sowie ein Gehege für Zwergziegen geplant. Das Gehege der Heidschnucken soll mit einem Übersteig versehen werden.

1972

Dezember

Bei einem Banküberfall auf die Raiffeisenbank Dormagen-Delhoven erbeuten zwei unbekannte Maskierte rund 55.000 DM. Sie zwingen mit vorgehaltener Pistole die beiden Sparkassenangestellten, die Kasse und den Tresorraum zu öffnen und sperren die Angestellten dort hinein. Eine Putzfrau entdeckt und befreit sie.

1974

1974, Dezember

Der Rat beschließt die Errichtung eines 4-Gruppen-Kindergartens im Ortsteil Delhoven. Das jetzige Kindergartengebäude soll, nach Auszug des Kindergartens, für die Jugendarbeit verwendet werden.

Quellen der Chronik

Grundlage der Zusammenstellung.

  • Engler, Karl-Heinz, Pankalla, Heinz A.: Dormagen und seine Schützen. Dormagen o.a.
  • Janzen, Arno, Wierich, Paul: Dormagen, Stadt zwischen Wasser und Wald. Duisburg/ München 1969
  • Lorenz, Walter (Hrsg.): Gohr, Nievenheim, Straberg. Quellen zur Geschichte des Amtes Nievenheim, seiner Bewohner und Siedlungen. Teil 1 Köln 1973
  • Lorenz, Walter (Hrsg.): Gohr, Nievenheim, Straberg. Quellen zur Geschichte des Amtes Nievenheim, seiner Bewohner und Siedlungen. Teil 2 Köln 1974
  • Pankalla, Heinz A.: Dormagen, die Stadtchronik 1969-1994. – In: Historische Schriftenreihe der Stadt Dormagen Bd. 14. Dormagen 1994
  • Rosendal, Susanne: Das Elementarschulwesen in Delhoven während des 19. Jahrhunderts und bis zum ersten Weltkrieg (1825 – 1914). Schriftliche Hausarbeit vorgelegt im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufe 1. Dormagen 2000
  • Stadtarchiv Dormagen
  • Historischer Bestand Amt Dormagen Az. 4010/9; 4010/18

Geschichte lebt von Erinnerungen.

Die bisher überlieferten Einträge reichen bis 1974. Wer Erinnerungen, Bilder oder Hinweise zu jüngeren Kapiteln der Delhovener Geschichte beitragen kann, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden.

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