Vom Futterspeicher bis zum Schützenhaus

Schon 1966 wird auf dem Hof Öhmen (Thommese) bei Fritz May auf dem Futterspeicher um Leistungsnadeln des Deutschen Schützenbundes geschossen. Im April 1968 treffen sich im Dorfkrug Heinz Schmalbuch, Josef Müller, Kurt Thomas, Karl Schelkmann, Horst Nawroth und Klaus Richartz. Zweck der Zusammenkunft ist die Gründung eines Schiesssportvereines.

In selbiger Gaststätte wird dann auf der Kegelbahn in Eigenleistung ein Luftgewehrstand mit 4 Bahnen 10 Meter nach den Richtlinien des Rheinischen Schützenbundes errichtet. Chef und sportlicher Leiter ist Heinz Schmalbuch. Ende 1968 schiessen in der Abteilung 19 Aktive.

Mit 2 Mannschaften nimmt man an den Rundenwettkämpfen des Rheinischen Schützenbundes im Kreiss 3/ 4 Grevenbroich teil unter dem Namen BSV Delhoven v. 1926 eV. Ein neues Gewehr kostete zu dieser Zeit 400,- DM. 1. Vereinsmeister wird mit 133 von 150 mögl. Ringen Heinz Josef Küsters.

Als die Kegelbahn automatisiert wurde zieht man um ins alte Kino, doch da ist das Ende abzusehen. Trotz allem wird ein Preißschiessen (Brezeln) durchgeführt.

Anfang 1970 stellte Johann Dahmen private Raümlichkeiten zur Verfügung. Nach einigen Umbauten folgt dann der Umzug zur Josef Steins Str. 48. Aus Beruflichen und Zeitlichen Gründen übergibt Heinz Schmalbuch nach einiger Zeit die Leitung an Johann Dahmen. Es wird ganzjährig 2 mal die Woche trainiert. 4 Mannschaften mit je 7 Schützen sind aktiv.

Es folgten dann auch die sportlichen Erfolge. Die Serienzahl wird von 15 auf 20 angehoben. 1975 Steigt die erste Mannschaft in die Bezirksklasse auf. Die zweite Mannschaft schiesst lange Jahre in der 2. Gruppe. Drei Kreismeister gab es zu feiern und viele Pokale und Urkunden wurden errungen.

Doch auch das gesellige miteinander wird sehr gepflegt. Freundschaftkämpfe sind beliebt. Der Höhepunkt des Jahres ist immer das 2 tägige Preissschiessen zu Ostern oder Pfingsten.
Mit den Einnahmen und einem jährlichen Zuschuss des BSV-Delhoven wird der nicht nur die Sportliche Arbeit anerkannt sondern auch das finanzielle Überleben der Abteilung gesichert.
Mittlerweile wurde die Serienzahl auf 30 Schuss erhöht. Wenig später auf 40 Schuss. 1993 feiert man stolz das 25 jährige Bestehen.

2001 nach 33 Jahren übergibt Johann Dahmen die Leitung an Michael Uhländer. 2005 fällt auf der Schiessanlage Dahmen der letzte Schuss. Alters- und gesundheitliche Gründe lassen Mia und Johann sagen Schluss! Ein schwerer Schritt für alle, beiden muss man aus tiefsten Herzen Danke sagen. Es war ein Stück zu Hause für alle Angehörigen der Schiesssportabteilung. 2006 werden alle Wettkämpfe auf den Anlagen der gegnerischen Mannschaften geschossen.

2007 ist es soweit, das Schützenhaus des BSV Delhoven ist fertig und abgenommen mit 5 Luftgewehrständen. Die zu diesem Zweck über Jahre angesparten Gelder können für den Auf und Ausbau der Schiessanlagen verwendet werden. Mit dem BSV wird sich über eine Nutzung des Schützenhauses geeinigt. Als neuer 1. Vorsitzender wird Wilfried Vetten überzeugt (Aktiver seit 1968). 1. Kassierer wird Michael Uhländer. Technische Berater sind Joachim Borrmann und Peter Vetten.

2008 können bereits wieder zwei Mannschaften für die Ligawettkämpfe gemeldet werden und direkt beachtliche Erfolge erzielen. Mit der Anschaffung eines Lasergewehres hoffen wir das Interesse unserer Jugend am Schießsport wecken zu können.
Auf Schützenfestsonntag 2010 verstirbt unser ehemaliger Vorsitzender Johann Dahmen.
Im Herbst wird, nach dem Vorbild des Pfingstschießens, erstmals ein Weckmannschießen durchgeführt. Ermutigt durch die gute Resonanz soll dieses Weckmannschießen nun jährlich wiederholt werden.

2011 ist die Schießsportgruppe Luftgewehr auf über 20 Mitglieder angewachsen und es nehmen schon drei Mannschaften mit erfreulichen Ergebnissen an den Ligawettkämpfen teil. Inzwischen hat sich eine eigene Jugendgruppe, die von Michele Pardo betreut und trainiert wird, fest in der Schießsportgruppe integriert und hat auf Turnieren auch schon sehr gute Erfolge erzielen können.

2012 verstirbt unser Vorsitzender Wilfried Vetten, auf der Neuwahl im Herbst wird der Vorsitz auf Peter Vetten und Michele Pardo aufgeteilt.

2016: Aus privaten Gründen tritt Peter Vetten vom Vorsitz zurück. Sein Nachfolger Matthias Menneke teilt sich weiterhin den Vorsitz mit Michele Pardo.